Internationale Eisenwarenmesse: 01.–04.03.2020

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INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN 2018: Bilanz der Branchenverbände zum 3. Quartal 2017

Nr. 11 / Krf / November 2017, Köln
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INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN 2018: Bilanz der Branchenverbände zum 3. Quartal 2017

Die deutsche Wirtschaft konnte im bisherigen Jahresverlauf dank der guten Binnenwirtschaft den Aufschwung fortsetzen. Die Hartwarenbranche kann zum Teil an diesem Aufschwung partizipieren und verzeichnet leichte Zuwächse. Ein einheitliches positives Bild können die an der INTERNATIONAELEN EISENWARENMESSE 2018 (4. Bis 7. März) teilnehmenden Branchenverbände allerdings nicht zeichnen.

Laut dem Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) hat der Baumarkthandel in Deutschland in den ersten neun Monaten 2017 einen Gesamtbruttoumsatz von 14,20 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit zum Abschluss des 3. Quartals ein Umsatzwachstum von 0,8 Prozent im Vorjahresvergleich erzielt. Auch auf bereinigter Verkaufsfläche konnte die Branche einen Umsatzzuwachs von 0,5 Prozent realisieren. Damit bleibt die Branche für das Gesamtjahr 2017 auf Kurs, ihre Jahresziele zu erreichen. Die höchsten absoluten Umsätze im Berichtszeitraum verzeichneten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte mit Bauchemie/Baumaterialen (1,45 Milliarden Euro), Sanitär- und Heizungswaren (1,27 Milliarden Euro), Gartenausstattung (1,09 Milliarden Euro), Anstrichmitteln/Malerzubehör (977,0 Mio. Euro) und Werkzeugen/Maschinen/ Werkstattausstattung (940,4 Mio. Euro). Mit insgesamt 3,64 Milliarden Euro und damit 25,6 Prozent des Gesamtjahresbruttoumsatzes belegen auch die Gartensortimente ihre große Bedeutung für ein gelungenes Geschäftsjahr im Baumarkthandel.

Der BHB zieht mit Blick auf das Umsatzergebnis nach neun Monaten trotz der gebremsten Entwicklung im 3. Quartal eine positive Zwischenbilanz. Trotz der wetterbedingt nicht gerade optimalen Rahmenbedingungen in den Sommermonaten behält die Branche den seit Jahresbeginn eingeschlagenen Stabilitäts- und Wachstumskurs bei. Die dem BHB angeschlossenen Handelsunternehmen haben es geschafft, in Summe ein Umsatzplus zu erwirtschaften. Dies belegt, dass der Handel mit seinen Angeboten, Sortimenten, Services und Vertriebskonzepten seine Kunden erreicht und zu Projekten in Haus und Garten inspiriert. Hier hatte er BHB hatte zu Jahresbeginn für das Geschäftsjahr 2017 ein Umsatzwachstum von 1,3 Prozent, bei flächenbereinigter Betrachtung ein Umsatzwachstum von 1,0 Prozent prognostiziert und liegt damit auf einer Linie mit den Konjunkturprognosen führender deutscher Wirtschaftsinstitute für das laufende
Jahr 2017.


Stabiles Marktumfeld beim Herstellerverband

Insgesamt sorgen die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwar dafür, dass die im Herstellerverband Haus & Garten e.V. (HHG) organisierten Industriepartner auch für das kommende Jahr ein stabiles Marktumfeld erwarten. Je nach Sortimentsbereich blieben die letzten Monate im Vertriebskanal Baumarkt allerdings teilweise hinter den gewünschten Umsatzerwartungen zurück. Umfragen unter den Mitgliedern ergaben speziell für diesen Vertriebskanal unter anderen eine schwächere Performance in den Warengruppen Anstrichmittel und Zubehör. Auch in den Segmenten Eisenwaren oder bei Werkzeugen wurde das Vorjahresergebnis verfehlt. "Teilweise fällt es uns schwer, eine schlüssige Erklärung dafür zu finden, warum aktuell weniger Farbe oder Werkzeuge nachgefragt werden"; so Verbandsgeschäftsführer Ralf Rahmede. "Im Gegenteil spricht vieles dafür, dass sich hier kein negativer Trend verfestigt. Es wird aber auch deutlich, wie fragmentiert der Handel mit Produkten für den Do-it-yourself-Bedarf inzwischen ist. Der stationäre Baumarkthandel behauptet zwar nach wie vor seine herausgehobene Stellung, doch andere Vertriebskanäle können teilweise erheblich zulegen."

Werkzeugindustrie in solidem Zustand
Die Werkzeugumsätze des Jahres 2016 beliefen sich auf 4,3 Mrd. Euro. Im 1. Halbjahr 2017 stiegen die Umsätze um weitere 7,2 Prozent. Vor allem die größeren Impulse von der binnenwirtschaftlichen Seite, so der Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI) hatten zu diesem positiven Gesamtergebnis im 1. Halbjahr 2017 beigetragen. Die Inlandsnachfrage nach deutschem Werkzeug stieg im 1. Halbjahr 2017 um 9,7 Prozent. Aber auch die traditionelle Exportstärke der deutschen Werkzeugindustrie wurde erneut durch die Auftragseingänge aus dem Ausland mit 7,7 Prozent bestätigt.

Nach Schätzungen des Fachverbands Werkzeugindustrie erreichten die Werkzeugausfuhren im Jahr 2016 den Wert von 4 Mrd. Euro und lagen um 3,2 Prozent höher als im Vorjahr. Im 1. Halbjahr 2017 hatten die Ausfuhren um 3 Prozent zugenommen. Europa ist mit rund 72,5 Prozent der Gesamtausfuhren die wichtigste Zielregion für deutsche Werkzeughersteller; 59 Prozent der Gesamtausfuhr fließen im 1. Halbjahr 2017 allein in die EU-Mitgliedsstaaten - der Export dorthin stieg jedoch nur minimal um 0,5 Prozent. Das wichtigste Ausfuhrland sind die USA. Die Werkzeugexporte in die USA sind 2016 nur um 3 Prozent gestiegen; im 1. Halbjahr 2017 übertrafen sie das Vorjahresniveau um 10,6 Prozent und bildeten einen Anteil von 8,6 Prozent an den weltweiten Gesamtausfuhren von Werkzeugen. Die Exporte in asiatische Länder waren im Jahr 2016 rückläufig (-3,9%). Im 1. Halbjahr 2017 hatte sich der Markt belebt (+8,7 Prozent) und die Ausfuhren erzielten einen Anteil von 12,8 Prozent an der Gesamtausfuhr. Vor allem die Exporte nach China erhöhten sich in den letzten fünf Jahren enorm um fast 40 Prozent. Im Jahr 2016 erfuhren sie jedoch einen Rückgang von 8 Prozent und beliefen sich auf 194 Mio. Euro. Im 1. Halbjahr 2017 stiegen sie jedoch um 24,4 Prozent.

Nach Schätzungen des FWI beliefen sich die Werkzeugeinfuhren im Jahr 2016 auf 2,2 Mrd. Euro und überstiegen das Vorjahresniveau um 1,6 Prozent, wobei die Einfuhren aus asiatischen Ländern (Anteil an der Gesamteinfuhr ca. 42 Prozent) um 6,6 Prozent zunahmen. Die Einfuhr aus der VR China ist in den Jahren 2010 bis 2016 in der Größenordnung von 55 Prozent an den asiatischen Importen nahezu konstant geblieben. Wertmäßig entspricht das im Jahr 2016 rund 515 Mio. Euro. Im 1. Halbjahr 2017 nahmen die Einfuhren gegenüber dem Vorjahresstand minimal zu (+0,4 Prozent); auch die Einfuhren aus China erhöhten sich nur leicht (+1,1 Prozent).

Rainer Langelüddecke, FWI-Geschäftsführer, rechnet für 2018 mit einem kleinen Wachstum im einstelligen Prozentbereich, weil das Geschäftsklima in der deutschen Werkzeugindustrie weiterhin sehr zuversichtlich ist. Die Exporte in die EU-Partnerländer sollen ihr jetziges Wachstumstempo in etwa beibehalten und ein Rückgang bei den Lieferungen ins Vereinigte Königreich (1. Halbjahr 2017: -8,3 Prozent) kann 2018 durch ein Plus auf dem heimischen Markt kompensiert werden. Aber auch für die Exporte in die überseeischen Zielländer trotz einer leichten Aufwertung des Euro, prognostiziert der Verband positive Entwicklung. Unter den Ländern, denen sich deutsche Werkzeughersteller verstärkt zuwenden wollen, dominieren die USA, Länder in Südamerika und Asien, ja selbst für Afrika steigt das Interesse, zumal der FWI gerade diesen Kontinent langfristig zu den Märkten mit Zukunft rechnet.

Eisenwaren- und Hausrat-Einzelhandel spürt den Einluss des E-Commerce
Wie der Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) vermeldet, konnte der Eisenwaren- und Hausrat-Einzelhandel im bisherigen Jahresvelauf nur bedingt von der sich fortsetzenden guten Binnenkonjunktur profitieren. Erst in den Sommermonaten verbesserte sich die Lage, so dass der Eisenwareneinzelhandel nach dem 1 Halbjahr 0,6% zulegen konnte, der Eisenwaren-Hausrat-Einzelhandel 0,1% verlor. Dabei verzeichnen die stationären Flächen eine weiter sinkende Kundenfrequenz, die auf die zunehmende Internetnutzung zurückzuführen ist.

Auf der Sortimentsseite entwickeln sich vornehmlich die beratungsintensiven Sortimente sowie Dienst- und Serviceleistungen zufriedenstellend. Das gilt besonders für die Befestigungs- und die Sicherheitstechnik, aber auch Elektrowerkzeuge, Eisenwaren und Beschläge weisen eine akzeptable Tendenz auf. Schwächer liefen zuletzt Töpfe, Porzellan, Glas und witterungsbedingt Gartenmöbel. Der Kleinelektro- und Grillbereich stößt im Fachhandel an Grenzen oder wandert durch preisgetriebene Aktionen verstärkt ins World-Wide-Web ab. Umso mehr konzentrieren sich Fachhändler auf Spezialsortimente oder hochpreisige Marken-produkte, die einer intensiven Beratung sowie teilweise einer Planung und Montage bedürfen.

Getrieben vom zweistellig wachsenden Online-Handel wird für den gesamten Einzelhandel ein Wachstum von 3% für 2017 erwartet. Die positiven Rahmenbedingungen, die gute Binnenkonjunktur und ein zu erwartendes ordentliches Weihnachtsgeschäft sollten die Umsätze im Eisenwaren- und Hausrat-Einzelhandel noch auf einen Zuwachs zwischen 1,1 und 1,4% steigen lassen.
Auch für 2018 deuten die derzeitigen Rahmenbedingungen auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in Deutschland hin, an der der Eisenwaren- und Hausrat-Einzelhandel, bei Anpassung seiner Präsenz an die Kundenerwartungen, profitieren sollte.

Insgesamt kann der PVH 2017 auf eine positive Branchenlage blicken, die in der zweiten Jahreshälfte vom verstärkten Aufschwung in den Kundengruppen getragen werden dürfte. Die Bauindustrie, der Werkzeug- und Maschinenbau wie auch das Handwerk haben nach erfreulichen Entwicklungen und einer steigenden Auftrags-lage im ersten Halbjahr ihre Prognosen im Sommer angehoben. Dies lässt für die kommenden Monate eine Verbesserung der Umsätze im PVH erwarten.

Im Baubeschlag-Produktionsverbindungshandel setzt sich die positive Entwicklung der letzten Jahre ungebrochen fort, wenngleich das erwartete Umsatzwachstum mit etwa 2,5% etwas niedriger ausfällt als im Jahr 2016 (3,7%). Da 2016 aber über-durchschnittlich positiv verlief, war mit einer weiteren Steigerung auf diesem Niveau nicht zu rechnen.

Nach wie vor entwickeln sich die Bereiche Sicherheitstechnik, Befestigungstechnik und Bauelemente sehr positiv. Hier können teilweise zweistellige Wachstumsraten erzielt werden. Der Bereich Fensterbeschläge kann immerhin ein leichtes Plus ver-zeichnen, wobei die europäischen Importe - vor allem aus Polen- weiterhin stark auf den Absatz und die Marge drücken. Im Bereich der Türbeschläge ist das Wachstum stabil. Erste Erfolge können auf dem Zukunftsmarkt Smart Home und im Service-/Dienstleistungssektor erzielt werden, wobei die Umsätze hier insgesamt noch gering sind.

Da die Auftragsbücher bei den meisten Verarbeitern gut gefüllt sind, kann davon ausgegangen werden, dass sich die positive wirtschaftliche Entwicklung mittelfristig in der Baubranche und dem angrenzenden Baubeschlag-Fachhandel fortsetzen wird. Die sinkenden Zahlen bei den Baugenehmigungen sollten 2018 noch nicht spürbar die konjunkturelle Entwicklung trüben.

Der Werkzeugfachhandel kann an die ordentliche Umsatzentwicklung von 2016 nahtlos anknüpfen, bei leicht verbesserten Werten. Bereits im ersten Tertial zeichnete sich eine Verbesse-rung gegenüber dem Vorjahr ab, die nach dem ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 1,6% brachte. Blickt man auf die einzelnen Sortimentsbereiche, ist jedoch eine unterschiedliche Entwicklung festzustellen. Die Bereiche Arbeitsschutz, Präzisionswerkzeuge und Industriebedarf können stärker als der Unternehmenszuwachs zulegen. Dem gegenüber verzeichnen Handwerkzeuge, stationäre Werkzeugmaschinen und Betriebseinrichtungen Umsatzzuwächse von 1,3-1,5%. Auch die Bereiche Elektrowerkzeuge und Elektrowerkzeugzubehör können wachsen, während Verbindungs- und Befestigungstechnik und Baubeschlag im ersten Halbjahr stagnierten. Über die Sommermonate stabilisierte sich die Lage auf einem ordentlichen Niveau und lässt für das dritte Tertial eine weitere Verbesserung erwarten. Hinzu kommt eine steigende Investitionsbereitschaft der Kundengruppen, so dass für das Gesamtjahr 2017 mit einem Wachstum von rund 1,8% gerechnet wird. Dabei setzt sich der Trend zu Akkugeräten unvermindert fort, die zwischenzeitlich bereits gut 50% des Geschäftsumsatzes im Elektrowerkzeugbereich ausmachen.Die gestiegene Auftragslage bei den Kundengruppen lässt auch für 2018 ein ähnlich gutes Umfeld für den PVH erwarten.

Die Bedeutung der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE KÖLN

Die Bedeutung der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE KÖLN für die Branchen, besonders aus Sicht der europäischen Händler, unterstreicht John W. Herbert,General Secretary European DIY Retail Association (EDRA) und Global Home Improvement Network (GHIN). "Die Mitglieder des Global Home Improvement Network (GHIN), was den europäischen DIY-Handelsverband (EDRA) umfasst, sind sehr gespannt auf die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN im März nächsten Jahres. Für den jährlich steigenden weltweiten Marktumsatz im Einzelhandel für Heimwerker, der heute von fediyma auf etwa ¤ 540 Milliarden geschätzt wird, ist die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN, die weltweit führende Messe in unserer Branche für die Hardware-Industrie und von entscheidender Bedeutung für unsere Mitglieder. Mindestens 300 Einkäufer von Baumärkten aus allen Kontinenten kommen nach Köln", so Herbert. "Für uns als GHIN / EDRA sind Messen das Herzblut unserer Branche und die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN ist eine der wichtigsten Messen. EDRA / GHIN wird Gastgeber für ihre zahlreichen Mitglieder sein und diese zu einem Abendessen einladen sowie eine Shop-Tour der führenden Baumärkte im Raum Köln organisieren. Unsere ausländischen Besucher bedanken sich besonders bei der Koelnmesse, die stets einen vorbildlichen Service bietet."

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