Köln: 25.–28.09.2022 #IEM2022

DE Icon Pfeil Icon Pfeil
DE Element 13300

Ohne die richtige Ware können Händler nicht handeln

10.12.2021

Zum Jahresausklang 2021 haben wir mit Dr. Peter O. Wüst, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB), über das vergangene Jahr sowie die Bedeutung der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE für die Branche gesprochen.

Sprechen wir über die aktuellste Entwicklung zuerst – die Verschiebung der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE in den September. Sie und Ihre Mitglieder befürworten diese Entscheidung ausdrücklich.

Die Internationale Eisenwarenmesse ist und bleibt traditionell eine der absoluten Leitmessen für die DIY-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insofern setzen unsere Handelsmitglieder und der BHB als Verband große Hoffnung darin gesetzt, dass die nächste Ausgabe der Messe nach den Zwangspausen wieder DER Treffpunkt für Handel, Hersteller und Dienstleister der gesamten DIY-Welt werden kann. Diese Chance ist im September deutlich höher als im März.

Denn: Ohne die richtige Ware können Händler nicht handeln! Die Internationale Eisenwarenmesse hat Ihre besondere Leuchtturmfunktion auch als die wichtigste Börse für Innovationen. Gerade in dieser Phase haben die Kunden enormen Bedarf an neuen Produkten: Ganz vor an stehen Bereiche wie z.B. Smart Home, Kunden bauen sich dem Homing-Trend folgend Fitness-Zonen oder auch ihr dauerhaftes Home-Office ins eigene Heim – und die Baumärkte sind erste Anlaufstelle für die Ausstattung.

Gerade die Int. Eisenwarenmesse bietet die Grundlage dafür, dass dies gelingt: Sie ist Produktschau und – ebenso wichtig – auch die Basis für den Austausch von Herstellern, Händlern und Brancheninsidern allgemein. Ohne diesen kann es keine erfolgreichen neuen Produkte geben. KoelnMesse und BHB arbeiten hier seit Jahren sehr eng zusammen: So ist der Messestand des BHB, auch diesmal unmittelbar am DIY-Boulevard zu finden, traditionell die Schaltzentrale und Anlaufstelle für jeden, der sich in der DIY-Branche bewegt.

Fester Bestandteil dessen ist auch das BHB-Forum, das die gesamte DIY-Szenerie am Abend des Messe-Montags zusammenführt. Dort wird der BHB-BranchenAward verliehen – bislang als Kundenservicepreis bekannt - er ist die wichtigste Auszeichnung der Branche für Produkte, PoS und Service rund um Baumärkte und Gartencenter. Diese Veranstaltung soll 2022 mit völlig neuem Konzept an den Start gehen – ein echter Mehrwert für die Fachbesucher dieses Teils der Eisenwarenmesse.

Ihre Branche hat ein herausforderndes Jahr erlebt.

Für die Bau- und Gartenmärkte ist die bisherige Entwicklung dieses denkwürdigen Jahres 2021 ebenfalls mit Höhen und Tiefen verbunden. Nachdem die politischen Entscheider 2020 die Branche richtigerweise als systemrelevant eingestuft und damit von Zwangsschließungen weitgehend ausgenommen hatte, folgte zu Jahresbeginn ein kompletter Lockdown, der lediglich den Gartenhandel unter strengsten Auflagen ausnahm.

Nach dem Ende des Lockdowns – in manchen Bereichen noch bis April andauernd – zeigten sich auch die äußeren Bedingungen für die DIY-Märkte reichlich ungnädig: Ein langer, kalter Winter und ein verregneter Frühling hinterließen Auswirkungen bei den Umsätzen der für die Branche so enorm wichtigen Gartensaison; Regensommer, in einigen Landsteilen auch die Katastrophenflut machten sich bemerkbar. Die zunehmenden Auswirkungen der Rohstoffknappheit bzw. logistische Probleme taten ein Übriges.

Werkzeuge auf der EISENWARENMESSE

Wie drückt sich das in Zahlen aus?

Nominell liest sich das in Umsatzzahlen derzeit noch „rot“ - allerdings muss man dies in eine grundsätzlich realistische Relation setzen: Gegenüber der normalen Entwicklung der Branche im Jahr 2019, vor allen Sondereffekten also, sieht die Entwicklung durchaus positiv aus. Nach neun Monaten liegen z.B. die deutschen Baumärkte hier bereits wieder bei ca. 2 Prozent im Plus. Die Aussicht, auch in diesem schwierigen Jahr als Branche positiv abzuschließen, ist also nicht schlecht.

DIY Boulevard EISENWARENMESSE

Welche Entwicklungen stimmen Sie zuversichtlich?

Dies ist u.a. der seit Jahren wieder steigenden Affinität der Menschen zum Home Improvement zu verdanken, der sich „seit Corona“ noch einmal deutlich verstärkt hat. Und dass Home Improvement keinesfalls nur notwenige Reparatur oder Gartenarbeit ist, hat die Studie des renommierten rheingold-Institutes (Köln), nachgewiesen (eine Zusammenfassung in Deutsch und Englisch finden Sie auf www.bhb.org/ Presse/ Downloads ).

Zudem hat sich die Branche in den zurückliegenden Monaten nochmals deutlich in Sachen eCommerce und Kundenservice weiterentwickelt, Themen wie Click&Collect oder digitale Beratung usw. zeigen, dass sich die Bau- und Gartenfachmärkte schnell und erfolgreich an die Kundenbedürfnisse anpassen können. Die Händler, aber auch Hersteller und Dienstleister können hier also auf Ihre Kunden vertrauen.

Weniger kalkulierbar bleiben die fortdauernden Herausforderungen in der Lieferkette, doch auch hier wird die Branche Mechanismen finden, diesen dauerhaft zu begegnen.

Über den Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB)

Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen der Handelsbetriebe für Heimwerken, Bauen und Gärtnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (D-A-CH-Region) sowie weiterer Unternehmen der DIY-Branche aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor. Als Verband mit internationaler Ausrichtung ist der BHB in Deutschland, im deutschsprachigen Ausland und über seine Mitgliedschaft in der European-DIY-Retail-Association (EDRA) in ganz Europa aktiv. Dabei vertritt er die wirtschafts- und medienpolitischen Interessen der Branche und tritt in den Dialog mit Politik, Medien, Verwaltung sowie Lieferanten und Dienstleistern. Im Verband sind 20 Handelsorganisationen mit 25 Vertriebslinien und rund 210 Fördermitglieder aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor organisiert. Die Branche im weiteren Sinne zählt in Deutschland rund 480.000 Beschäftigte. Der Gesamtbruttoumsatz der Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland erreichte 2020 einen Wert von rund 22,14 Milliarden Euro.